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IDC Supporteintrag gültig für: Win Win , Mac | Solibri
ID-Nr. 3967
Dat. 08.09.26

Regelvorlage IDC 008: Eigenschaftenübertragung bei Kollisionen

Regelvorlagen der IDC AG für Solibri

Die IDC AG entwickelt Regelvorlagen für Solibri, welche für Nutzer des Solibri-SwissPackages kostenlos zur Verfügung stehen. Diese sind bereits mit der Installation vom Swisspackage auf Ihrem Gerät verfügbar.

 

Anschliessend erhalten Sie eine Beschreibung und Hilfestellung für die Anwendung der Regelvorlage.

Regelbeschrieb

Mit dieser Regel können Eigenschaften zwischen Komponenten übertragen werden, die sich überschneiden. So lassen sich beispielsweise Aussparungskörper um Informationen der durchdrungenen Wände ergänzen und anschliessend mit einer Auswertungsdefinition (ITO) auswerten.

 

Dazu definieren Sie zwei Komponentengruppen A und B jeweils über einen Filter und wählen die gewünschten Eigenschaften aus. Die Übertragung kann von A nach B, von B nach A oder gleichzeitig in beide Richtungen erfolgen. 

 

Pro Richtung können bis zu fünf Eigenschaften übertragen werden.

 

Nach der Prüfung finden Sie die übertragenen Werte in den Prüfergebnissen und bei den jeweiligen Komponenten unter Benutzerdefinierte Informationen.

Beispiele für einen Anwendungsfall

Die Regel kann für verschiedene Anwendungsfälle verwendet werden:

  • Auswertung von Leitungen pro Überschneidung mit Brandschott
  • Aussparungslisten mit dem Feuerwiderstand und der Bezeichnung der durchdrungenen Wände erstellen.
  • Wand- oder Deckenlisten mit den zugehörigen Aussparungen ergänzen.
  • Komponenten nach Kollision mit Räumen auswerten.

Ablageort

Die Regel befindet sich in der Bibliothek im Ordner IDC Extended Rules.

Bedingungen für sinnvolle Prüfergebnisse

Damit die Regel sinnvolle Prüfergebnisse liefern kann, sollten Sie folgende Bedingungen berücksichtigen:

  • Die Komponenten müssen sich überschneiden und den eingestellten Mindestwert erreichen. Eine reine Berührung genügt nicht.
  • Die zu übertragenden Eigenschaften müssen bei den Ausgangskomponenten vorhanden sein.
  • Verwenden Sie die Regel mehrfach, wählen Sie für dieselbe Eigenschaftsnummer jeweils dieselbe Information, beispielsweise immer den Feuerwiderstand unter A → B Eigenschaft 1. So vermeiden Sie, dass unterschiedliche Informationen vermischt werden.

Hinweise

  • Die ursprünglichen Eigenschaften und IFC-Dateien bleiben unverändert. Die übertragenen Informationen werden zusätzlich in Solibri angezeigt.
  • Fehlende Werte werden mit «kein Wert vorhanden» gekennzeichnet. Bei mehreren Kollisionspartnern werden unterschiedliche Werte in einem Feld zusammengefasst.
  • Führen Sie die Prüfung nach Änderungen am Modell oder an den Einstellungen erneut aus, um die Werte zu aktualisieren.
  • Die übertragenen Werte werden als Text gespeichert, auch Zahlen und Mengen.

Resultate

In den Prüfergebnissen sehen Sie, welche der ausgewählten Komponenten sich überschneiden, gruppiert nach Komponenten aus der Gruppe A.

 

Klicken Sie auf ein Ergebnis, um in der Problembeschreibung folgende Angaben zu sehen:

  • Welche Komponenten sich überschneiden.
  • Wie gross das Überschneidungsvolumen ist.
  • Welche Informationen auf welche Komponente übertragen wurden.

Klicken Sie in den Ergebnissen auf eine einzelne Komponente. Die übertragenen Eigenschaften finden Sie im Register Benutzerdefiniert unter Benutzerdefinierte Informationen.

 

Die Spalte Eigenschaft zeigt, welche Information übertragen wurde, beispielsweise FireRating aus dem Pset_WallCommon. In der Spalte Wert steht der zugehörige Wert, beispielsweise EI 30.

Die übertragenen Eigenschaften können Sie nun in einer Informationsauswertung (ITO) verwenden. Wählen Sie dazu die auszuwertenden Komponenten aus und ergänzen Sie die gewünschten Eigenschaften aus Benutzerdefinierte Informationen als Spalten.

 

In unserem Beispiel lassen sich die Aussparungskörper nach der Bezeichnung und dem Feuerwiderstand der durchdrungenen Wand auflisten.

 

So erhalten Sie eine übersichtliche Aussparungsliste mit den zugehörigen Wandinformationen, ohne diese bei jeder Wand einzeln nachschlagen zu müssen.

Benutzeroberfläche

Die Benutzeroberfläche ist in folgende Bereiche unterteilt:

 

1. Kollisionsprüfung

Definition der beiden Komponentengruppen und des minimalen Überschneidungsvolumens.

 

2. Eigenschaftenübertragung A → B

Auswahl der Eigenschaften aus Gruppe A, die auf kollidierende Komponenten aus Gruppe B übertragen werden.

 

3. Eigenschaftenübertragung B → A

Auswahl der Eigenschaften aus Gruppe B, die auf kollidierende Komponenten aus Gruppe A übertragen werden.

1. Kollisionsprüfung

In den Filtern Komponentengruppe A und Komponentengruppe B wird definiert, welche Komponenten auf geometrische Überschneidungen geprüft werden sollen.

 

Beispielsweise können in Gruppe A Wände und in Gruppe B Aussparungskörper (PROVISIONFORVOID) ausgewählt werden.

 

Unter Minimale absolute Überschneidung [m³, l] bestimmen Sie, ab welchem Überschneidungsvolumen eine Kollision berücksichtigt wird. Der Standardwert beträgt 0.001 m³ (1 Liter).

 

Beispiel

Minimale absolute Überschneidung = 0.001 m³

 

Die Prüfergebnisse werden nach den Komponenten aus Gruppe A gegliedert und zeigen die jeweiligen Kollisionspartner sowie die übertragenen Informationen.

 

Hinweis

  • Die Komponenten müssen sich tatsächlich überschneiden. Reine Berührungen werden auch bei einem Grenzwert von 0 nicht berücksichtigt.

2. Eigenschaftenübertragung A → B

Unter Eigenschaftenübertragung A → B wählen Sie Eigenschaften aus Gruppe A aus, die bei einer Überschneidung auf Komponenten aus Gruppe B übertragen werden sollen.

 

Es können bis zu fünf Eigenschaften ausgewählt werden. Nicht benötigte Felder bleiben leer.

 

Beispiel

Gruppe A enthält Wände, Gruppe B Aussparungskörper. 
Wird der Feuerwiderstand ausgewählt, erhält der Aussparungskörper den Wert der durchdrungenen Wand, beispielsweise EI 60.

 

Nach der Prüfung finden Sie diese Werte beim Aussparungskörper im Register Benutzerdefiniert unter Benutzerdefinierte Informationen in der Eigenschaft Kollision A. Diese Informationen können Sie in Informationsauswertungen (ITO) verwenden.

3. Eigenschaftenübertragung B → A

Die Übertragung erfolgt hier in umgekehrter Richtung: Sie wählen bis zu fünf Eigenschaften aus Gruppe B aus, die bei einer Überschneidung auf Komponenten aus Gruppe A übertragen werden sollen. Nicht benötigte Felder bleiben leer.

 

Beispielsweise kann die Bezeichnung des Aussparungskörpers auf die durchdrungene Wand übertragen werden. 

 

Sie finden diese anschliessend bei der Wand im Register Benutzerdefiniert unter Benutzerdefinierte Informationen in der Eigenschaf Kollision B: und können sie ebenfalls in einer ITO verwenden.