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IDC Supporteintrag gültig für:
Mac,
Win Win 64bit
AC17
ID-Nr. 1131
Dat. 08.01.14

Ausführungsplanung ab ArchiCAD 17

Hier erfahren Sie anhand einiger Inputs, wie Sie mithilfe den neuen Funktionen ab ArchiCAD 17 Ihr Gebäude schnell und effizient im 3D modellieren. Nützliche Tipps und Tricks erleichtern und beschleunigen das Zeichnen mit ArchiCAD, welches ab Version 17 mit vielen praktischen Änderungen aufwartet.

Wände verknüpfen

ArchiCAD 17 weist gegenüber den älteren Programmversionen eine Philosophieänderung auf. Die neuen Baustoffe ermöglichen ein effizienteres Arbeiten am virtuellen Gebäudemodell. Im folgenden Abschnitt wird Ihnen erklärt, wie Sie Aussen- und Innenwände korrekt einstellen und geschossweise verknüpfen.

Baustoffe:

Sie definieren für jede Wand und jede Schicht einer Mehrschichtstruktur neu einen Baustoff, welcher eine Priorität aufweist. Die Wände und Decken verschneiden sich dann automatisch korrekt, entsprechend den eingestellten Prioritäten und richtiger Positionierung.

 

Lesen Sie mehr zum Super-Attribut Baustoffe in der Kurzhilfe Baustoffe in ArchiCAD 17

 

 

 

Aussenwände verknüpfen:

Wandeinstellungen

Statt wie bisher die effektive Wandhöhe im Wand-Werkzeug einzustellen, haben Sie neu die Möglichkeit, die Wände geschossweise zu verknüpfen. Der Vorteil ist, dass Sie nur jeweils die Geschosshöhe anpassen müssen und sich alle Wände in der Höhe automatisch mitändern.

 

Folgend eine Variante, welche wir als Vorgehensmethode (zB. für die EG-Aussenwände) empfehlen:

  • Stellen Sie im Wandwerkzeug die Wandsohle auf die rohe Decke (abzüglich Unterlagsboden, im Beispiel -0.10),
  • verknüpfen Sie die Oberkante mit dem Geschoss darüber (abzüglich Unterlagsboden, wieder -0.10)
Bilder: Anp. der Geschosshöhe

Das Resultat hat zur Folge, dass aufgrund den Baustoffprioritäten und den automatischen Verschneidungen..

  • ..die tragenden Aussenwände im Bereich der Decke ausgeschnitten werden.
  • ..die Dämmschicht aufgrund der Wandhöhe aussen an der Decke durchläuft.

Wenn Sie nun die Geschosshöhe ändern, passen sich die Wände aufgrund der Verknüpfung automatisch mit an.

Wandeinstellungen überschreiben:

Eine weitere Anpassung sind die Einstellmöglichkeiten der Wand. Viele Einstellungen werden neu in den Baustoffen gesteuert, welche dann global für alle Elemente gültig sind, die den Baustoff verwenden.

Möchten Sie die globalen Einstellungen für einzelne Elemente übersteuern, können Sie dies im Einstellungsfenster der Wand vornehmen.

Wandeinstellungen
  • Im Register Grundriss und Schnitt können Sie unter Bauteilschraffuren/Konturen mit Klick auf Schnittschraffurstift überschreiben die genannten Einstellungen übersteuern. Die Einstellung Keine ersetzt die "Häkchen", welche Sie aus älteren Versionen kennen.
  • Im Register Modell können die Oberflächen übersteuert werden. Klicken Sie dafür auf das Symbol links und wählen Sie anschliessend die gewünschte Oberfläche im Menü nebenan.

Innenwände verknüpfen:

Die Innenwände verhalten sich natürlich analog den Aussenwänden. Einziger Unterschied hier ist, dass Sie die Wand mit Unterkante Geschossdecke verknüpfen.

  • ..verknüpfen mit 1. OG, -0.32 in diesem Beispiel.
  • Aufgrund den Baustoffprioritäten wird der Unterlagsboden im Bereich der Wand automatisch ausgeschnitten.
Bilder: An Decke anpassen

Sie können Innenwände auch nachträglich in der Höhe anpassen.

  • Aktivieren Sie alle anzupassenden Wände.
  • Gehen Sie ins Menü Ändern / Elemente an Decke anpassen und wählen Sie die gewünschte Option (oben an, Kern-Unterseite).
  • Bestätigen Sie mit OK.

Achtung: Mit dem Befehl werden die Wände nicht verknüpft! Nach einer Anpassung der Geschosshöhe müssten sie somit erneut an die Decke angepasst werden.

Decken einstellen

Referenzebene:

Deckeneinstellungen

Für mehr- und einschichtige Decken können Sie neu die Position der Referenzebene definieren. Das hat den Vorteil, dass die gewünschte Kante bei einer Änderung der Stärke jederzeit am gleichen Ort bleibt.

  • Lage der Referenzebene: Kern oben.
Bilder: Anp. der Decke
  • Wenn das mehr- oder einschichtige Bauteil nun geändert wird, passt sich die neue Stärke ausgehend von der Referenzlinie an.
  • Im Beispiel wird die Betondecke von 22 auf 25 cm nach unten erhöht, siehe Bildstrecke.

Übersteuern der Einstellungen:

Wie beim Wandwerkzeug können auch Deckeneinstellungen übersteuert werden. Die Möglichkeiten und Optionen finden Sie im Einstellungsfenster der Decken an den gleichen Stellen wie beim Wandwerkzeug, siehe oben.

Wichtiger Hinweis:

Wir empfehlen nachwievor, die tragende Decke getrennt vom Bodenaufbau zu zeichnen. Nur so erreichen Sie eine höchstmögliche Flexibilität beim Aufbau Ihres Gebäudemodells.

Türschwelleneinstellung:

Um den Unterlagsboden bei Türschwellen durchlaufen zu lassen, muss das mehrschichtige Bauteil des Unterlagbodens angepasst werden. Zu beachten dabei ist, dass die Türschwelle bis auf den Kern des mehrschichtigen Bauteils gehen muss! Die vordefinierten mehrschichtigen Bauteile sind bereits korrekt eingestellt. Wenn Sie ein neues Bauteil erstellen, gehen Sie wie folgt vor:

Bilder: Unterlagsboden einstellen
  • Duplizieren Sie die unterste Schicht Ihres mehrschichtigen Bauteils.
  • Geben Sie der Schicht die Stärke 0.00.
  • Stellen Sie sicher, dass die duplizierte und unterste Schicht die einzige Kernschicht des Bauteils ist (einstellbar unter Typ).
  • Bestätigen Sie mit OK.
  • Vergleichen Sie das Resultat in der Bildstrecke rechts.

Fenstereinstellungen

Auch die Fenster warten mit einigen Neuerungen auf. Zum Beispiel können Sie die Fenster neu oben verknüpfen, so dass Sie beim ändern der Geschosshöhe den Abstand zur Decke behalten. Weiter kann der Anschlag detaillierter eingestellt werden.

Verknüpfung:

Fenstereinstellungen
  • Im Einstellungsfenster des Fensters können Sie unter Anker: die Option Sturz zu OK Wand wählen. Die Wand läuft, wie vorhin beschrieben, bis zu OK Rohdecke. Beim eingebenen Wert muss somit die Betondecke abgezogen werden, s. Screenshot.
Bilder: Geschosshöhenanpassung
  • Das Resultat bei einer Anpassung der Geschosshöhe sehen Sie in der Bildstrecke rechts. Das Fenster behält automatisch seine Position an der Unterkante Decke.

Anschlag:

Fenstereinstellungen

Ausgangslage ist ein Fenster mit Schichteinzug, eingesetzt in einer mehrschichtigen Wand.

  • In den Fenstereinstellungen können Sie den Anschlag zu Wandkern einstellen. Mit dem Abstand 0.00 wird das Fenster von aussen gemessen mit dem angegebenen Abstand auf den Kern gesetzt.
Bilder: Anpassung Mehrschichtstruktur
  • Wenn Sie nun das mehrschichtige Bauteil verändern, wird das Fenster seine Position stets auf der korrekten Position behalten.
  • Im Beispiel in der Bildstrecke rechts wurde die Aussendämmung von 18 auf 22 cm vergrössert.