TGS Partner Architekten

Andreas Moser und Sibylle Betschart

Das bekannte Luzerner Büro "TGS Partner Architekten" bearbeitet seine Projekte neu auf ArchiCAD. Die Umstellung im Herbst 2003 war von langer Hand geplant und mit einem bürointernen "Wettbewerb" lanciert worden.

 

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Interview

Erfolgreicher Wechsel auf ArchiCAD

Im Vorfeld der CAD-Umstellung auf ArchiCAD spürte man unter den TGS-Mitarbeitenden freudige Zuversicht und «Lust auf’s Neue», aber auch unterschwellige Ängste und leise Bedenken. Viele hatten schon gehört oder gelesen, was ArchiCAD alles kann. Andere machten sich Sorgen über die geplante Umstellung und die möglichen Probleme, die sich daraus ergeben würden. Sibylle Betschart, seit 1998 IT-/CAD-Verantwortliche des Büros, hatte die Umstellung auf das neue CAD-System während eineinhalb Jahren von langer Hand geplant und die Sorgen und Sörgeli ihrer Kolleginnen und Kollegen sehr ernst genommen: «Wir wählten den Zeitpunkt der Umstellung bewusst so, dass sie in eine Phase fiel, in der grössere Projekte abgeschlossen und neue am Anfang sind. In der stets hektischen Schlussphase eines Projektes das CAD-System zu wechseln, wäre eine Zumutung für die Betroffenen.» Obwohl: Rein technisch betrachtet wäre dies kein Problem – aber selbst die beste Technik funktioniert nur so gut, wie die Menschen, die damit arbeiten.

 

Mit dem gewählten Zeitpunkt (1. Dezember 2003) war sichergestellt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die für die Umstellung nötige Zeit und auch eine gewisse innere Ruhe hatten. Die Belegschaft wurde durch regelmässige Information und vorgängige Schulung auf den Tag X hingeführt, der projekt- und mitarbeiterbezogen auch mit der nötigen Flexibilität gehandhabt war. Für neue Projekte (die in den Wochen vor dem 1. Dezember starteten) durften die Mitarbeitenden von Beginn an ArchiCAD einsetzen, für die Abschlussarbeiten der zu Ende gehenden Projekte blieb die alte CAD-Lösung auf den Stationen. Nur bei einem einzigen Projekt (Entwurf 2003 abgeschlossen, Umsetzung in Etappen 2004-2006) mussten Daten ins neue CAD- System übertragen werden.

Bürointernen Dialog fördern

Diese Taktik war geschickt, und die Umsetzung recht clever: Die gesamte Belegschaft wurde zu einem eintägigen, internen «Wettbewerb» eingeladen. Mit dieser Konkurrenz, die natürlich kein Wettkampf auf biegen und brechen war, wollte die TGS-Geschäftsleitung einen Seminarrahmen schaffen und für die Einführung des neuen «Werkzeuges» aus dem Büro-Alltag ausbrechen. «Alle starteten auf der gleichen Basis, der Chef wie der Lehrling. Das war gerade für die jüngeren Mitarbeiter sehr motivierend», erklärt Andreas Moser, verantwortlicher Partner, und Sibylle Betschart stellt fest: «Es ist uns gelungen, grundsätzliche Berührungsängste abzubauen und gleichzeitig den bürointernen Dialog zu fördern.»Ein Ziel des Seminars war auch, dass die Mitarbeitenden lernen, einen Kollegen zu fragen, wenn sie nicht mehr weiterwissen, statt mit ihrem Problem selber fertig zu werden. «Es ist uns sehr wichtig, dass alle einander weiterhelfen, wenn jemand irgendwo ansteht», führt die CAD-Verantwortliche aus und blickt zurück: «beim alten Programm hatten wir einen ‚Guru’, der einfach alles wusste. Diese Konzentration auf eine Person war nicht ideal und für alle Beteiligten unangenehm. Das wollten wir für die Zukunft anders gelöst haben.»

Umstellung gelungen

Andreas Moser und Sibylle Betschart bezeichnen sich als «typische Beispiele der Zwischengeneration». Sie selber lernten das Zeichnen mit Tuschstift und mussten Ende der achtziger Jahre auf die elektronischen Werkzeuge umstellen. Die jüngste Umstellung war für die beiden kein Problem, denn heute ist für sie CAD so selbstverständlich wie für die aktuellen Ausbildungsabgänger, die in den meisten Schulen mit ArchiCAD aufwachsen.

 

Die grosse Verbreitung war - neben der Anwenderfreundlichkeit – der Hauptgrund, dass sich TGS für ArchiCAD entschieden hat. «Wir wollen bei Neuanstellungen möglichst wenig internen Schulungsaufwand haben und zu externen Partnern möglichst kompatibel sein», skizziert Sibylle Betschart und verweist auf den 3D-Bereich: «Die einfachen Visualisierungen können wir im ArchiCAD intern problemlos selber anfertigen. Aber für die speziellen Aufnahmen ziehen wir externe Spezialisten zu. Zum Beispiel wenn es um Bilder geht, die Emotionen wecken sollen. Das kann ein Spezialist, der ein grosses Wissen im Bereich Fotografie mitbringt, ganz einfach besser. Zudem braucht es auf diese speziellen Rahmenbedingungen ausgerichtete Geräte und Programme.» Während Sibylle Betschart die Abläufe und Schnittstellen erläutert, blickt Andreas Moser kurz ein Jahrzehnt zurück: «Unsere erste CAD-Anlage aus dem Jahre 1990 kostete alles in allem 100’000 Franken – für eine Station! Heute rüstet man damit das halbe Büro um. Früher rechnete das Gerät einen halben Tag an einer Perspektive, die heute schon nach ein paar Sekunden steht. Die Preis-/Leistungsentwicklung der letzten Jahre war fulminant.»

Bei TGS hat die Produktivität im CAD-Zeitalter enorm zugenommen, mit ArchiCAD wird sie nun weiter zunehmen. Abnehmen dürfte hingegen das Risiko von Planfehlern durch Projektänderungen, denn im ArchiCAD ist alles umfassend verknüpft. «Die Geschwindigkeit und Flexibilität ist dank unserer CAD-Lösung sehr hoch, und das erlaubt uns, grosse Projekte ohne starken Mitarbeiterzuwachs bewältigen zu können», meint Andreas Moser.

 

Roland Eggspühler, medienschaffender Architekt ETH SIA

 

 

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