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ID-Nr. 1209
Dat. 09.04.14

Layout-Konzepte in ArchiCAD

Das virtuelle Gebäudekonzept von ArchiCAD

Das Kernkonzept und die Produktphilosophie von ArchiCAD ist, dass die gesamte Projektdokumentation in einer einzigen Modelldatei gespeichert werden kann. Sämtliche Zeichnungen werden direkt aus dem 3D-Modell erzeugt. In ArchiCAD ist das Konzept jedoch nicht auf einzelne Solo-Dateien (*.pln) begrenzt, sondern kann auch auf Teamwork-Projekte angewendet werden. Das Konzept mit der einzelnen Datei hat sich besonders in kleinen Unternehmen mit kleinen bis mittelgrossen Projekten hervorragend bewährt.

Aufgrund technisch begrenzter Leistungsfähigkeit und Engpässen im Arbeitsablauf, wenn mehrere Benutzer am gleichen Projekt arbeiten, müssen grössere Unternehmen ihre Grossprojekte in einzelne Dateien aufteilen.

 

Im Wesentlichen gibt es drei Varianten, wie in ArchiCAD die Arbeitsabläufe organisiert werden können:

Konzept einer einzigen Datei

Dies ist der empfohlene ArchiCAD-Arbeitsablauf für kleine bis mittelgrosse Projekte!

  • Es werden sämtliche Projektsichten (Grundrisse, Schnitte, Fassaden), 3D-Darstellungen, Auswertungen, etc. in einer Datei gespeichert inklusive der fertigen Layouts.
  • Mit dieser Methode werden alle Vorteile des Konzepts des virtuellen Gebäudes in vollem Umfang genutzt.
  • Einfache zentrale Dateiverwaltung mit automatischer Aktualisierung.
Das ArchiCAD-Konzept der einzelnen Datei

Dokumentation getrennt vom Modell

Organisation für grosse Projekte mit vielen Layouts:

Die Dokumentations- und Planungsteams können mit dieser Methode gleichzeitig am Projekt arbeiten. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass die Grösse der Masterdatei bei dieser Methode stark verringert werden kann.


Video

Sie können diesen Beschrieb auch als Video ansehen.


Es gibt zwei strategische Möglichkeiten, um die Dokumentation vom Modell zu trennen:

Layout extern (automatische Aktualisierung):

In dieser Methode gibt es eine ArchiCAD Masterdatei, welche das gesamte ArchiCAD-Modell zusammen mit den gesicherten Ausschnitten enthält. Die separate Dokumentationsdatei enthält Layouts und Zeichnungen.

  • Die Ausschnitte wurden aus der Modelldatei platziert und aktualisieren sich automatisch, wenn sich die Modelldatei ändert.
  • Ziehen Sie diese Methode in Betracht, wenn Ihr Projekt eine grosse Anzahl an Layouts enthält. Sie eignet sich für mittlere bis grosse Projekte.
Separate Modell- und Dokumentationsdatei

Layout extern (manuelle Aktualisierung mit PMK-Dateien):

Wenn bei besonders grossen Projekten der automatische Aktualisierungs-Vorgang der Zeichnungen zu langsam wird, können Sie die Zeichnungen als PMK-Datei zwischenspeichern:

  • Die PMK-Zeichnungen werden aus der Modelldatei gesichert und in der Dokumentationsdatei verknüpft.
  • Es gibt keine direkte Verknüpfung zwischen Modelldatei und PMK-Zeichnungen. Änderungen müssen manuell aktualisiert werden.
  • Die Methode empfiehlt sich besonders dann, wenn die PMK-Zeichnungen nicht zu oft aktualisiert werden müssen.
Manuell gesicherte PMK-Zeichnungen mit Verknüpfung zur Dokumentationsdatei
PMK-Zeichnungen können vom Publisher aus automatisch gesichert werden
  • Die Zeichnungen werden aus einer oder mehreren Modelldateien und andern externen Quellen (DWG, DXF, PDF, Bilddateien, PMK etc..) direkt in das Layoutbuch importiert. Für ein sehr komplexes Projekt kann die Dokumentationsdatei auch in zwei oder noch mehr Teile gegliedert werden.
  • Für komplexe Dateistrukturen ist es wichtig, dass der/die CAD-Verantwortliche bzw. Projektleiter/In die Dateihierarchie erstellt, überprüft und an die Mitglieder des Projektteams weitergibt.
  • Dies ist ein komplexes, aber sehr leistungsstarkes System. In manchen Fällen stellt es die einzige Möglichkeit zum Umgang mit grossen Projekten dar.

Komplexe Dateistruktur

Mögliche Verwaltung von komplexen Projekten:

Sehr grosse oder komplexe Projekte erfordern spezielle Lösungen für die Zusammenarbeit. Die Lösung kann je nach Art und Grösse des Projektes verschieden erarbeitet werden.

 

Faustregel:

Die Projekte sollten in kleinere, logische Komponenten unterteilt werden, mit einer sinnvollen Kombination aus Teamwork- und Hotlink-Dateien.

 

Die Methode eignet sich besonders gut, wenn das Layout nur zu bestimmten Zeitpunkten aktualisiert werden muss, beispielsweise für Revisionen.

 



Beispiel:

 

Ein mehrstöckiges Bürogebäude befindet sich in der Konstruktionsphase. Das Gebäude besteht aus zwei Flügeln, die folgendermassen aufgeteilt werden:

 

Von der sehr frühen Phase eines 3D-Modells an wurde das gesamte Gebäude so konstruiert, dass eine Datei nur die Elemente enthält, welche für die Visualisierung und die konzeptionelle Planung notwendig sind.

Aufbauend auf diesem Modell wurden zwei Teamwork-Dateien erstellt (je eine für jeden Flügel), die als Basis für die Dokumentation dienten. Die Teamwork-Dateien beziehen sich auf externe Hotlink-Module und DWG-Dateien, wie beispielsweise Küchen, Badpläne und andere Zeichnungen von externen Beratern.

Die Dokumentation ist in zwei Layoutbuch-Dateien gespeichert, um die Grösse der Teamwork-Projekte zu verringern und dem Projekt-Dokumentationsteam die Möglichkeit zu geben, gleichzeitig mit Planern und Architekten an dem Projekt zu arbeiten.

Komplexe Hierarchie der Projektdatei