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IDC Supporteintrag gültig für:
Mac,
Win Win 32bit,
Win Win 64bit
AC15
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AC16
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AC17
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AC18
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AC19
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AC20
,
AC21
ID-Nr. 837
Dat. 19.07.12

Fassadensysteme

Ab ArchiCAD 12 haben Sie ein Werkzeug zum Erstellen von Fassadensystemen zur Verfügung. Mit Hilfe dieses Werkzeugs können Sie verschiedene Fassadentypen erstellen, wie zum Beispiel gerade Fassaden, Pfosten- Riegel Konstruktionen, Punkthalterungen, gerundete Fassaden, geneigte Fassaden, Wintergärten, Glasdächer und viele mehr. Um ein Fassadensystem zu definieren, wählen Sie das Fassadenwerkzeug.

Einleitung:

Bearbeitung

Durch die neue Philosophie des Fassadenwerkzeugs erhalten Sie beim Bearbeiten des Fassadensystems im 3D-Fenster einen erweiterten Werkzeugkasten. In diesem Werkzeugkasten steht Ihnen für jeden Fassadenbestandteil ein eigenes Werkzeug zur Verfügung. Ausserdem haben Sie die Möglichkeit, die Sichtbarkeit der Bestandteile einzeln zu steuern.

Zusätzlich zu den Werkzeugen des Fassadensystems, stehen Ihnen im Menü Ändern / Fassade weitere Befehle zur Verfügung, mit deren Hilfe Sie die Fassade an Wände anpassen können. Je nach gewählter Projektsicht, stehen Ihnen in diesem Menü unterschiedliche Befehle zur Verfügung.

Bestandteile

Referenzlinie:

Die Referenzlinie ist die ursprüngliche Grund-Linie, welche Sie gezeichnet haben. Wenn Sie eine Rand-Profil-Methode zum Erstellen einer Fassade verwenden, ist das erste gezeichnete Segment des Rahmens die Referenzlinie. Sie können die Referenzlinie einer platzierten Fassade später bearbeiten.

Referenzfläche:

Die Referenzfläche ist eine imaginäre Ebene oder eine gebogene Oberfläche, welche von ArchiCAD automatisch durch Extrudieren der von Ihnen gezeichneten Linie (Polylinie, Bogen) erstellt wird. Sie werden Ihre Grundlinie meist an einem vorhandenen ArchiCAD-Element (z.B. einer Decke) platzieren. Die Referenzfläche wird aus dieser Eingabelinie extrudiert.

Bezugsebene:

Die Bezugsebene definiert die Form und die Ausrichtung der Fassade. Dies ist die Oberfläche, auf der die physischen Teile der Fassade (Profile, Paneele) angeordnet werden. Die Bezugsebene kann mit der Referenzfläche übereinstimmen, aber Sie werden sie wahrscheinlich gegeneinander versetzen. Wenn Sie eine Fassade als Ganzes verschieben oder drehen, verschieben Sie tatsächlich die Bezugsebene. Die Referenzlinie und Referenzfläche werden mit der Bezugsebene verschoben.


Die Bezugsebene der Fassaden ist eine unendliche Ebene, ausser wenn sie auf einer gebogenen Form basiert. Die Bezugsebene einer gebogenen Fassadenwand ist zylindrisch und damit nur in der Richtung der Zylinderachse unendlich. Die unendliche Bezugsebene einer Fassade bietet Ihnen viele Möglichkeiten die Fassade mit anderen Elementen zu verbinden, sowie weitere Fassadenteilbereiche zu einer Fassade hinzuzufügen.

Raster:

Die Bezugsebene ist durch die Raster eingeteilt (primäre und sekundäre Rasterlinien, die als Teil des Fassadenschemas definiert sind).


Das Raster definiert die Standardlage und -anordnung der Profile und Paneele in der Fassade. Sie können das Raster bearbeiten, in dem Sie Rasterlinien löschen, hinzufügen, es bewegen oder drehen.
Änderungen an der Rastergeometrie ändern die Geometrie seiner Profile und Paneele entsprechend.

Begrenzung:

Die Begrenzung ist ein einfaches Polygon auf der Bezugsebene, das die physischen Grenzen der Fassade definiert. Die Begrenzung ist Teil des Fassadenschemas (zusammen mit dem Raster, der Bezugsebene und der Referenzlinie). Je nachdem, mit welcher Konstruktionsmethode die Fassade erstellt wurde, wird die Begrenzung entweder von Ihnen gezeichnet, oder von ArchiCAD entsprechend den eingegebenen Parametern erstellt.

 

Sie können einer bestehenden Fassade zusätzliche Kanten hinzufügen - dies bietet Ihnen die Möglichkeit, die Fassade zu unterteilen und gleichzeitig weiterhin als ein Element zu bearbeiten. Alle Teile der Fassade verwenden dasselbe Schema.

 

Das Randprofil der Fassade stimmt immer mit diesem Begrenzungspolygon überein. Sie können die Begrenzung der Fassade genau wie alle anderen Polygonen bearbeiten.

Schema:

Das Schema enthält die wesentlichen Geometriedefinitionen für die Fassade: Das Schema umfasst die Bezugsebene, das Raster, die Begrenzung sowie die Referenzlinie. Verwenden Sie die Schemaeinstellungen, um das Raster in zwei Richtungen zu definieren (primär und sekundär). Das Schema bestimmt ausserdem die Klassen, zu der die einzelnen Paneele in diesem Grundmuster gehören.

 

Alle anderen Fassadenbestandteile (Profile, Paneele, Zubehör, Halterungen) werden an das Schema angehängt.

Rasterbild:

Sie können für jede beliebige Fassade drei Klassen von Profilen definieren: Rand-Profil, Pfosten und Riegel. Jede Profilklasse hat ihre eigenen Einstellungen. Profile werden bei der Erstellung der Fassade an das Raster angehängt. Wenn Sie also eine Rasterlinie bewegen oder löschen, wird dadurch das Profil bewegt oder gelöscht. Im Fassaden-Bearbeitungsmodus können Sie zusätzliche, vom Raster unabhängige, Profile platzieren.

Paneel:

Paneele sind die flachen Oberflächen der Fassade. Jede Fassade kann zwei vordefinierte Klassen von Paneelen besitzen: Haupt- und Neben-Paneel. Paneele werden immer zwischen Profilen platziert.

Halterung:

Eine Halterung in einer Fassade ist eine optionale Struktur, die zum Verbinden von Paneelen mit dem Profil dient. In ArchiCAD ist eine Halterung ein GDL-Objekt und kann entweder einzeln oder automatisch an jedem Knotenpunkt platziert werden.

Zubehör:

Zubehörelemente sind optionale, nicht tragende Bauteile wie beispielsweise Sonnenblenden, die an einer Fassade angebracht werden. Sie sind GDL-Objekte, die an einem beliebigen Profil einer bestehenden Fassade platziert werden.

Einstellungen

Geometrie und Positionierung, Versatz zur Referenzoberfläche, Element-Platzierung:

Fassadensystem
  1.  Nominale Stärke: Stärke des gesamten Elements (Profil + Paneel)
  2. Ursprungsgeschoss: Sobald Sie das Element platzieren, wird es mit diesem Ursprungsgeschoss verknüpft.
  3. Versatz zur Referenzoberfläche: Versatz der einzelnen Elemente (Rand-Profil, Pfosten, Riegel und Paneel) zur Referenzoberfläche.
  4. Halterungen platzieren: Sie können wählen, ob die Halterungen automatisch miterstellt werden (Halterungen an allen Rasterpunkten) oder ob Sie später manuell ergänzt werden (Stück für Stück).
  5. Umrandung platzieren: Bezieht sich auf die Positionierung der Profile, im Bezug auf das definierte Raster, (innerhalb, mittig oder ausserhalb).

Grundriss und Schnitt:

Grundriss und Schnitt

Wählen Sie unter Auf Geschoss zeigen eine Option, um zu definieren, auf welchen Geschossen die Fassade gezeigt werden soll.

  1. Projiziert: Zeigt einen Abschnitt der Fassade und ihren ungeschnittenen Teil (nach unten) entsprechend dem 3D.
  2. Projiziert mit Untersicht: Zeigt einen Abschnitt der Fassade, zusammen mit dem Teil oberhalb der Grundriss-Schnittebene, sowie ihren ungeschnittenen Teil dem 3D entsprechend.
  3. Symbolisch: Zeigt dasselbe wie im Modus Projiziert, ausser Zubehör und Verbindungen werden nicht angezeigt und nur die Profil-Mittellinien.
  4. Symbolisch mit Untersicht (Grundeinstellung): Zeigt das gleiche wie im Modus Projiziert mit Untersicht, ausser Zubehör und Verbindungen werden nicht angezeigt und nur die Profil-Mittellinien.

Unter Geschnittene Elemente können Sie für Profile und Paneele unterschiedliche Attribute für die geschnittenen Bereiche definieren.

Schema:

Fassadenraster und Vorschau
Haupt- & Neben-Paneel
  1. Primäre Rasterlinien: Einstellung der Anzahl, sowie der Breite der unterschiedlichen Paneelen nebeneinander, bis sich diese wiederholen (max. 50).
  2. Sekundäre Rasterlinien: Einstellung der Anzahl, sowie der Höhe der unterschiedlichen Paneelen übereinander bis sich diese wiederholen (max. 50).
  3. Vorschau: Definierung der Haupt- und Neben-Paneele durch klicken in das entsprechende Feld. Hauptpaneele sind bis und mit ArchiCAD 20 immer weiss.*
  4. Muster-Position: Definieren Sie die Ausrichtung der Paneele anhand von:
  • Eigener Ursprung
  • Mit Segment beginnen
  • Mittig beginnen
  • Mittig ausrichten
  • Mit Segment beenden

*Wichtig:

Ab ArchiCAD 21 zeigt es Ihnen, in der Vorschau des Fassadenraster, die Vektorschraffur der Oberfläche an, welches Sie verwendet haben. Wenn Sie bspw. dem Neben-Paneel die Oberflächenfarbe rot zuweisen, so werden die Neben-Paneele in der Vorschau mit einer roten Schraffur dargestellt. Wenn Sie sowohl dem Haupt-, wie auch dem Neben-Paneel die selbe Oberfläche zuweisen, so müssen Sie mit dem Cursor auf die Fläche fahren, damit Sie wissen, ob es nun ein Haupt- oder ein Neben-Paneel ist.

Profile:

Die Profile werden unterteilt in Rand-Profile, Pfosten  und Riegel. Jedes dieser 3 Profile lässt sich individuell einstellen.


Über den Knopf Profil-Klassen vereinheitlichen übertragen Sie die getätigten Einstellungen auf die beiden andern Profiltypen.

Profile

Profil-Typ und -Geometrie:

Im Popup können Sie zwischen verschiedenen, vordefinierten Profiltypen auswählen.

 

Vordefinierte Profile:

  • unsichtbar: Für aneinanderstossende Paneele.
  • allgemein: Für Profile, welche die Paneele seitlich erschliessen.
  • flächenbündig: Für Profile, welche hinter den Paneelen liegen.

Bei den Profiltypen allgemein und flächenbündig können folgende Werte parametrisiert werden:

  • a: Breite des Profils
  • b: Tiefe des Profils
  • h: Abstand zwischen der inneren Kante des Randprofils und der Leit-Oberfläche.
    (Paneele werden auf der Leit-Oberfläche entlang der Paneel-Mittellinie platziert).
  • d: Länge des Schlitzes, in dem die Paneele mit dem Randprofil verbunden werden.
  • w: Breite des Schlitzes, in dem die Paneele mit dem Randprofil verbunden werden.

  • Modulrahmen: Individuell definierbarer Rahmen und Deckel für das Profil.
  • Rahmen: Individuell definierbarer massiver Rahmen, z. B. für Riegelbauten.
  • 6-Eck: Individuell definierbares 6-Eck für Ihr Fassadensystem.

Paneele:

In den Fassaden-Systemeinstellungen legen Sie die Standardeinstellungen auf Systemebene für jede Paneel-Klasse (Haupt-, Neben-) fest. Klicken Sie auf Paneel-Klassen vereinheitlichen, um die Einstellungen der aktuellen Paneel-Seite auf die andere Paneel-Klasse anzuwenden.

Paneele

Paneel-Typ und -Geometrie:

Im Popup können Sie zwischen verschiedenen Paneeltypen auswählen.

 

  • allgemein: Das allgemeine Paneel ist immer auf der Basisfläche zentriert. Die restlichen Typen haben ein breites Spektrum von Parametern, die je nach Objekt variieren können. Wobei beim Fassaden Eigenes Paneel individuell erstellte Paneele angezeigt werden können.
  • Fassaden Doppelfenster
  • Fassaden Doppeltür
  • Fassaden Doppeltür Asymmetrisch
  • Fassaden Drehtür
  • Fassaden Eck-Paneel
  • Fassaden Eigenes Paneel
  • Fassaden Fenster
  • Fassaden Kasten
  • Fassaden Paneel
  • Fassaden Schiebetür
  • Fassaden Tür

 

Modell:

Wenn Sie die Oberfläche nicht vom Baustoff übernehmen möchten (Haken gesetzt), können Sie das Paneel hier individuell materialisieren.

Halterungen:

Halterungen

In den Fassaden-Systemeinstellungen legen Sie unter Halterungen die Standardeinstellungen auf Systemebene für Verbindungen zwischen den Paneelen fest. Wenn Sie die Grundrissdarstellung auf Symbolisch oder Symbolisch mit Untersicht eingestellt haben, werden Halterungen im Grundriss nicht angezeigt.

 

Halterungen werden von Beginn weg platziert, wenn Sie im Reiter Fassaden-System unter Element-Platzierung bei Halterungen An allen Rasterpunkten wählen.

Zubehör:

Zubehör

Zubehörelemente sind optionale, nicht tragende Bauteile, wie beispielsweise Sonnenblenden, die an einer Fassade angebracht werden. Sie sind GDL-Objekte, die an einem beliebigen Profil einer bestehenden Fassade platziert werden.

Fassaden erzeugen

In ArchiCAD ist das Erstellen einer Fassade intuitiv und flexibel. Sie verwenden Eingabemethoden, die Ihnen aus anderen ArchiCAD-Funktionen vertraut sind. ArchiCAD bietet Ihnen ausserdem eine breite Palette von Geometriemethoden, sodass Sie sich, je nach Situation und aktueller Modellansicht, die einfachste Methode aussuchen können.


Die Arbeitsweisen sind in allen Fenstern (Grundriss, Schnitt/Ansicht/Innenansichten und 3D) fast identisch. Sie zeichnen eine Linie, Polylinie oder einen Bogen und extrudieren anschliessend die Fassade mit einer definierten Höhe. Alternativ zeichnen Sie die gesamte Begrenzung der Fassade.

 

Die Fassade wird auf oder relativ zur Eingabeebene platziert:

  • Im Grundriss ist das Geschoss die Eingabeebene.
  • In Schnitt / Ansicht / Innenansicht ist die Eingabeebene identisch mit der Schnittebene.
  • In 3D ist die Standard-Eingabeebene für Fassaden (wie für alle Konstruktionselemente) der Projektursprung oder der Benutzerursprung. Sie haben aber mehrere Möglichkeiten, eine beliebige andere Eingabeebene zu definieren.

Einzelne, ebene Fassade:

Im Infofenster können Sie wählen, mithilfe welcher Geometriemethode Sie die Fassade erstellen möchten. Für eine gerade Fassade wählen Sie Polylinie (Einfach).

Referenzlinie

Um die Fassade zu zeichnen definieren Sie eine Referenzlinie, welche die Länge der Fassade angibt. Klicken Sie, um die Referenzlinie zu platzieren.

Sonnensymbol

Der Sonnen-Cursor erscheint: Klicken Sie mit dem Sonnen-Cursor, um die Aussenseite der Fassade festzulegen. Bewegen Sie in diesem Beispiel den Cursor zur Aussenseite des Gebäudes und klicken Sie.

Geben Sie in dem daraufhin angezeigten Dialogfenster Fassade platzieren die Höhe und den Neigungswinkel der Fassade ein (Standardwert: 90 Grad). Klicken Sie anschliessend auf Platzieren, um das Dialogfenster zu schliessen. Die Fassade wird erstellt.

Fassade platzieren
Ebene Fassade im 3D

Geneigte Fassade:

Neigung

Gehen Sie gleich vor, wie bei der geraden Fassade, im Fenster Fassade platzieren wählen Sie jedoch einen anderen Neigungswinkel.

 

Anmerkung:

Der Winkel wird immer auf der Innenseite der Fassade (gegenüber dem Sonnen-Cursor) gemessen.

Geneigte Fassade im Grundriss
Geneigte Fassade im 3D

Gebogene Fassade:

Sie können eine gebogene Fassade in den Fenstern Grundriss, Schnitt, Ansicht, Innenansicht sowie im 3D-Fenster erstellen.

 

Beim Definieren der Geometrie einer gebogenen Fassade müssen Sie zunächst die zylindrische Bezugsebene definieren und anschliessend den Teil dieses Zylinders festlegen, auf dem die Fassade platziert wird.

  • Mittelpunkt und Radius 
    Klicken Sie, um den Mittelpunkt festzulegen. Klicken Sie ein zweites Mal, um den Radius und einen der Endpunkte der Fassade zu definieren. Klicken Sie ein drittes Mal, um das andere Ende der Fassade zu definieren.
  • Drei Punkte
    Klicken Sie nacheinander dreimal, um den Anfangspunkt, einen zweiten Punkt sowie den Endpunkt der Fassade festzulegen. Durch die Definition dieser drei Punkte können Radius und Mittelpunkt des Zylinders berechnet werden.
  • Tangential 
    Verwenden Sie diese Geometriemethode zum Platzieren einer Fassade, die einen vollständigen Kreis bildet. Klicken Sie nacheinander dreimal, um drei Punkte auf der Fassade zu definieren. Durch die Definition dieser drei Punkte können auch der Radius und der Mittelpunkt des Zylinders berechnet werden.
    Daraufhin erscheint ein temporärer Referenzkreis. Wenn die drei tangentialen Punkte mehr als eine geometrische Möglichkeit für einen vollständigen Kreis bieten, erscheint der Augen-Cursor. Bewegen Sie den Cursor, um die verschiedenen Möglichkeiten anzuzeigen und klicken Sie anschliessend, um auszuwählen, welche Lage Sie verwenden wollen.
  • Radius und Achse
    Verwenden Sie diese Geometriemethode, um eine regelmässige, bogenförmige Fassade zu erstellen. Diese Fassade hat immer eine Halbzylinderform und wird auf der Eingabeebene platziert. Mit den ersten beiden Klicks werden Fassadenachse und -radius definiert. Klicken Sie ein drittes Mal, um die Extrusionslänge der bogenförmigen Fassade zu definieren.

Anmerkung:
Gebogene Fassaden sind immer regelmässig geformt. Die Achse ihrer zylindrischen Bezugsebene ist beim Erstellen horizontal oder vertikal zur Eingabeebene, auch wenn Sie die Achse später in beliebige Richtungen kippen können.

Fassade in der Ansicht erstellen:

Modell ohne Fassade
Ansicht im Grundriss
Fassade in Ansicht erstellen

Verwenden Sie diese Methode zum Erstellen einer Fassade durch freihändiges Zeichnen der Begrenzung im Ansichtsfenster.

 

Wenn Sie die Fassade im Schnitt oder in der Ansicht erstellen möchten, wird immer die Referenzlinie aus dem Grundriss zum Platzieren der Fassade verwendet.

 

Öffnen Sie die Ansicht. Wählen Sie, während das Fassaden-Werkzeug ausgewählt ist, die Geometriemethode Rand-Profil im Fassaden-Infofenster aus

 

Zeichnen Sie die Fassadenbegrenzung entlang der gewünschten Kontur. Klicken Sie dafür auf jeden einzelnen Eckpunkt wie beim Zeichnen eines Polygons. Doppelklicken oder klicken Sie mit dem Hammer-Cursor, um das Polygon zu schliessen.

 

Anmerkung:

Durch die Verwendung dieser Begrenzungsmethode im Grundriss wird eine horizontale Fassade erstellt und auf der Geschosshöhe platziert.

Platzieren Sie anschliessend den Sonnen-Cursor, um die Aussenseite der Fassade festzulegen.

  • Wenn Sie ausserhalb des Polygons klicken, wird die Aussenseite der Fassade in die selbe Richtung weisen wie die Ansicht (von Ihnen weg). Das Ergebnis sieht im Grundriss folgendermassen aus.
  • Wenn Sie innerhalb des Polygons klicken (auf die Fassadenoberfläche), wird die Aussenseite der Fassade in die entgegengesetzte Richtung zeigen wie die Ansicht(in Ihre Richtung). Das Ergebnis sieht im Grundriss folgendermassen aus.
Ausserhalb des Polygons klicken
Innerhalb des Polygons klicken

Positionierung in Ansichten und Schnitten:

Die Eingabeebene im Schnittfenster deckt sich mit der Referenzlinie des Schnittes. Wenn Sie eine Eingabemethode verwenden, welche die Fassade aus einer Referenzlinie extrudiert (z. B. die Methoden Polylinie oder Gebogen), müssen Sie die Länge der Fassade und den Startpunkt festlegen. Dazu verwenden Sie die Optionen im Dialogfenster Fassade auf Schnitt platzieren. Die Fassade wird anschliessend horizontal erstellt.

  • Zum freien Positionieren des Extrusionsbeginns durch Versetzen des Startpunkts von der Eingabeebene weg, verwenden Sie die erste Methode. Das erste Feld ist die absolute Länge der Extrusion. Das dritte Feld ist der Versatz gegenüber der Eingabeebene. Die Summe der beiden Werten wird im mittleren Feld angezeigt.
  • Zum Beginn der Extrusion der Fassade von Ihnen weg, exakt an der Eingabeebene (Schnittlinie), wählen Sie die zweite Methode aus und geben Sie die Länge der Extrusion ein. Es gibt keinen Versatz, d. h. die Fassade beginnt direkt an der Eingabeebene.
  • Zum Platzieren des Mittelpunkts der Extrusion an der Eingabeebene wählen Sie die dritte Option aus. Geben Sie die Gesamtlänge der Extrusion im ersten Feld ein.
  • Zum Beginn der Extrusion der Fassade zu Ihnen hin (exakt an der Eingabeebene / Schnittlinie), wählen Sie die vierte Methode aus und geben Sie die Länge der Extrusion ein.

Mehrteilige Fassade im Grundriss:

Verwenden Sie die Geometriemethode Polylinie Kette, zum Erstellen einer Fassade aus mehreren Segmenten. Basis ist hierbei eine, als verkettete Polylinie gezeichnete, Referenzlinie. Für jedes Segment einer solchen Fassade können Sie ein separates Schema mit einem spezifischen Muster einrichten.

Zeichnen Sie, mit den gleichen Pet-Paletten-Bedienelementen wie beim Zeichnen einer Polylinie, die Deckenkontur nach, um die Fassaden-Referenzlinie zu erstellen. Doppelklicken Sie, um das Zeichnen der Referenzlinie zu beenden.

 

Anmerkung:

Für eine mehrteilige Fassade können Sie keinen Neigungswinkel einstellen; sie wird immer vertikal sein.

Fassade erstellen
Fassade im Grundriss
Fassade im 3D

Definitionsmöglichkeiten der Fassade im 3D:

Standard:

Bei der Standard-Eingabeebene im 3D-Fenster handelt es sich um die gleiche Eingabeebene (Projektursprung oder Benutzerursprung), welche Sie auch beim Arbeiten mit beliebigen anderen Werkzeugen im 3D-Fenster verwenden.

Intelligent:

Verwenden Sie eine der folgenden intelligenten Methoden zum Definieren einer Eingabeebene durch eine Reihe von Klicks:

  • Oberfläche: Klicken Sie auf eine beliebige Oberfläche und die Ebene der Oberfläche wird Ihre Eingabeebene.
  • Kante plus Punkt: Klicken Sie auf eine beliebige Kante (Mercedes Cursor) zum Definieren einer Richtung. Auf dem Bildschirm erscheint eine Ebene, welche um die Linie rotiert. Klicken Sie anschliessend auf einen Punkt (Pfeil-Cursor), um die Eingabeebene festzulegen.
  • Punkt plus Kante: Dies ist die Umkehrung der obigen Methode. Klicken Sie auf einen Punkt und anschliessend auf eine Kante, um die Eingabeebene zu definieren.
  • Drei Punkte: Klicken Sie auf drei beliebige Punkte, um die Eingabeebene zu definieren.

Horizontal:

Klicken Sie auf einen Punkt, um eine horizontale Eingabeebene auf diesem Punkt zu platzieren.

Vertikal:

Klicken Sie auf einen Punkt, um eine vertikale Eingabeebene auf diesem Punkt zu platzieren.

Normal:

Definieren Sie eine geneigte Eingabeebene durch Definition eines Vektors, der lotrecht zur gewünschten Ebene steht.

  • Klicken Sie auf zwei Punkte, um den Normalenvektor zur Eingabeebene zu definieren, oder klicken Sie auf eine Kante, um den Normalenvektor zu der Eingabeebene zu definieren. Klicken Sie anschliessend auf einen Punkt, durch den die Eingabeebene verlaufen soll.

Einzelne, ebene Fassade im 3D:

Um eine einzelne, ebene Fassade zu zeichnen, wählen Sie die Geometriemethode Polylinie Einzeln und die Standard-Eingabeebene im Infofenster aus.

Klicken Sie, um das Zeichnen der Fassaden-Referenzlinie zu beginnen. Egal wohin Sie klicken, die Eingabeebene ist fixiert und wird immer von einem temporären Raster angezeigt. Jede Referenzlinie, die Sie jetzt zeichnen, wird auf dieser Eingabeebene platziert.

Klicken Sie an zwei Ecken des Gebäudes, um die Länge der Referenzlinie zu bestimmen. Klicken Sie mit dem Sonnen-Cursor auf eine der Seiten der Referenzlinie, um die Aussenseite der Fassade festzulegen. Das Dialogfenster Fassade platzieren wird eingeblendet.

 

Standardmässig werden die oberen und unteren Höhenwerte in Bezug zur Referenzlinie gemessen, und die Fassade verläuft lotrecht zur Eingabeebene. Sie können aber auch über das Popup eine andere Referenzhöhe auswählen.

Fassadenbegrenzung im 3D:

Wählen Sie, während das Fassaden-Werkzeug ausgewählt ist, die Geometriemethode Rand-Profil und die Methode Intelligente Eingabeebene, um die zur Decke lotrecht liegende Ebene zu definieren, im Infofenster aus.

Klicken Sie hier mit dem Mercedes-Cursor auf die Deckenkante, um eine Richtung zu definieren. Als Rückmeldung erscheint eine Eingabeebene, welche sich beim Bewegen des Cursors um die angeklickte Kante dreht.

Klicken Sie als nächstes eine Ecke des Gebäudes mit dem Pfeil-Cursor an, um die endgültige Lage der Eingabeebene zu definieren.

Klicken Sie jetzt, um mit dem Zeichnen der gewünschten Fassadenbegrenzung zu beginnen. Klicken Sie auf jeden einzelnen Eckpunkt, wie beim Zeichnen eines Polygons. Doppelklicken oder klicken Sie mit dem Hammer-Cursor, um das Polygon zu schliessen. Wenn der Sonnen Cursor erscheint, klicken Sie auf die Oberfläche des Polygons so wird die Aussenseite der Fassade in Ihre Richtung schauen.

Halbzylinder-Fassade im 3D:

Wählen Sie die Geometriemethode Radius und Achse, sowie die Methode Horizontal für die Eingabeebene aus, um eine halbzylindrische-Fassade zu erstellen.

Horizontale Eingabeebene definieren
Radius festlegen
Länge der Fassade bestimmen
Fertige Fassade im 3D
  • Klicken Sie auf die Decke, um eine horizontale Eingabeebene festzulegen.
  • Suchen Sie jetzt den Mittelpunkt der Deckenkante und klicken Sie einmal. Die Achse
    Ihres Halbzylinders verläuft jetzt durch diesen Punkt. Ziehen Sie den Cursor an ein Ende der Deckenkante, und klicken Sie anschliessend, um den Radius des Halbzylinders festzulegen.
  • Bewegen Sie nun den Cursor, um die Länge der Fassade zu definieren. Klicken Sie anschliessend, um die Fassadenerstellung abzuschliessen.

Fassaden bearbeiten

Eine Fassade wird immer durch die Fassaden-Systemeinstellungen definiert. Sie können jedoch den Bearbeitungsmodus aufrufen, um einzelne Teile einer ausgewählten Fassade abzuändern, oder zum Hinzufügen neuer Bestandteile. Hierzu hat jedes Fassadenbestandteil (Schema, Profil, Paneel, Zubehör, Halterung) im Bearbeitungsmodus sein eigenes Einstellungs-Dialogfenster und sein eigenes Werkzeug.

Bearbeitungsmodus aufrufen

Fassaden-Bearbeitungsmodus aufrufen

Um den Fassaden-Bearbeitungsmodus aufzurufen, aktivieren Sie zunächst die Fassade. Klicken Sie anschliessend auf die Schaltfläche Bearbeiten (3D) oder Bearbeiten in 3D (Projektsichten), die in der aktivierten Fassade angezeigt wird. Alternativ können Sie den Bearbeitungsmodus auch über das Menü Ändern / Fassade / System bearbeiten aufrufen.

 

Sobald Sie sich im Fassaden-Bearbeitungsmodus befinden, wird der reguläre ArchiCAD-Werkzeugkasten durch den speziellen Fassaden-Werkzeugkasten ersetzt und der Rest des 3D‘s, das Umfeld, wird im Hintergrund dargestellt.

Bearbeitungspalette

Wenn Sie Ihre Änderungen an der ausgewählten Fassade im Bearbeitungsmodus abgeschlossen haben, klicken Sie in der Bearbeitungsmoduspalette auf OK, um die Änderungen zu sichern, klicken Sie auf Abbrechen um die Änderungen zu verwerfen. ArchiCAD kehrt anschliessend zum 3D-Fenster zurück. Um die Bearbeitung zu vereinfachen, können Sie die Palette nutzen, um die Fassadenelemente nach Bedarf ein- oder auszublenden. Klicken Sie auf die Augensymbole, um diese zu öffnen bzw. zu schliessen.

Untereinander auswählen
Nebeneinander auswählen

Mehrfachauswahl von Paneelen und Profilen

Wenn Sie mit dem Pfeilwerkzeug auf ein einzelnes Paneel oder ein Profil einer Fassade fahren, erscheint eine als Griff bezeichnete Bearbeitungshilfe. Der Griff bietet Ihnen Kurzbefehle zum Auswählen mehrerer Profile oder Paneelen des Fassadenrasters.

 

 Die Schaltfläche mit der einzelnen Linie wählt alle Profile entlang der Rasterlinie aus, welche unter dem ausgewählten Profil liegt.

 

 Die Schaltfläche mit mehreren parallelen Linien wählt alle Profile aus, welche parallel zu dem ausgewählten Profilsegment liegen.

Raster bearbeiten:

Beachten Sie, dass das Verschieben oder Drehen eines Rasters, bzw. einer oder mehrerer Rasterlinien bedeutet, dass die diesem Raster, bzw. dieser Rasterlinie zugeordneten Profile, zusammen mit dem Raster, bzw. der Rasterlinie verschoben werden. Durch Löschen einer Rasterlinie wird deren Profil gelöscht. Die Paneelen ändern ihre Grösse entsprechend des sich ergebenden Rahmenmusters.

 

Rastermuster und Position bearbeiten:

Um das Rastermuster oder den Ursprung der Fassade zu verändern, wählen Sie das Schema aus und doppelklicken Sie auf das Schema-Werkzeug, um die Schemaeinstellungen aufzurufen. Nehmen Sie die gewünschten Änderungen im Rastermuster vor, oder ändern Sie den Ursprung des Rastermusters.

Rasterlinien bewegen

Rasterlinien bewegen
Zum Verschieben einer einzelnen Rasterlinie wählen Sie diese mit dem Mercedes- Cursor aus. Wählen Sie anschliessend den Befehl Rasterlinie verschieben in der angezeigten Pet-Palette aus und ziehen Sie die Rasterlinie auf ihre neue Position.

Raster bewegen

Raster bewegen:

Um das gesamte Raster orthogonal zu bewegen, wählen Sie entweder eine Rasterlinie oder das gesamte Raster aus und verwenden Sie aus der daraufhin angezeigten Pet-Palette den Befehl Raster verschieben.

Gesamtes Raster drehen

Gesamtes Raster drehen:

Um das gesamte Raster zu drehen, wählen Sie eine Rasterlinie oder das gesamte Raster aus. Wählen Sie den Befehl Raster drehen in der Pet-Palette aus. Zeichnen Sie in ArchiCAD einen Drehungsvektor oder geben Sie im Eingabe- Tracker einen Drehwinkel ein. Raster drehen steht nur für Fassaden zur Verfügung, welche eine unendliche Bezugsebene haben (nicht für gebogene oder mehrteilige Fassaden).

Parallele Rasterlinien drehen

Parallele Rasterlinien drehen:

Zum Drehen aller Rasterlinien in eine Richtung, aktivieren Sie eine der zu drehenden Rasterlinien und wählen Sie anschliessend den Befehl Parallele Rasterlinien drehen in der Pet-Palette aus. Zeichnen Sie in ArchiCAD einen Drehungsvektor oder geben Sie im Eingabe- Tracker einen Drehwinkel ein. Wenn die Fassade gebogen oder mehrteilig ist, können Sie nur die sekundären Rasterlinien drehen.

Raster löschen:

Sie können Rasterlinien im Fassaden-Bearbeitungsmodus löschen, das Raster als Ganzes können Sie jedoch nicht löschen.

Neue Rasterlinien hinzufügen:

Um eine neue Rasterlinie hinzuzufügen, vergewissern Sie sich, dass das Schema-Werkzeug aktiv ist und dass Sie sich in der Eingabemethode Raster befinden.

 

Klicken Sie auf die Stelle, an der Sie eine Rasterlinie platzieren wollen. ArchiCAD zeigt Ihnen die an dieser Stelle platzierbaren Möglichkeiten an. Klicken Sie auf eine der vorgeschlagenen Rasterlinien, um sie zu platzieren.

Neue Rasterlinie hinzufügen

Fassadenbegrenzung bearbeiten:

Schema einblenden
Bogenradius definieren
Bearbeitete Fassade einblenden

Wenn Sie an der Kontur der Fassade eine Änderung durchführen möchten, müssen Sie das Schema einblenden, da die Begrenzung Teil des Schemas ist.

 

Wählen Sie das Schema aus. Beachten Sie, dass die Begrenzungslinie dicker als die Rasterlinien dargestellt wird. Klicken Sie auf die Begrenzung, um die Pet-Palette mit ihren Polygon- oder Eckpunktbearbeitungsbefehlen aufzurufen. Bearbeiten Sie die Begrenzung, nach Bedarf, mit den zur Verfügung stehenden Werkzeugen.

 

Blenden Sie das Schema aus und die Profile und Paneele ein,  um die neue Form der Fassade anzuzeigen.

Fassadenbegrenzung in Schnitt + Ansicht bearbeiten:

In Schnitt oder Ansicht können Sie die Fassadenbegrenzung nicht auswählen oder grafisch bearbeiten, aber Sie können eine Reihe von Befehlen zum Bearbeiten der Form von Schraffuren nutzen und anschliessend die bearbeitete Schraffurform auf Ihre Fassadenbegrenzung anwenden.

 

Im Menü Ändern / Fassade stehen nur in den Fenstern Schnitt, Ansicht und Innenansicht zur Verfügung:

  • Form als Schraffur abbilden
  • Form anhand Schrafur neu definieren
  • Schraffur von Form abziehen
  • Schraffur zur Form hinzufügen
Schraffur bearbeiten

Um die Form der Fassade zu verändern, verwenden Sie Ändern / Fassade / Form als Schraffur abbilden. Dadurch wird eine Schraffur erstellt, welche die gleiche Form wie die Fassadenbegrenzung hat. Jetzt können Sie das Schraffurpolygon mit den Befehlen der Pet-Palette bearbeiten. Die Schraffur stellt die gewünschte Form Ihrer Fassadenbegrenzung dar.

 

Verwenden Sie nach dem Bearbeiten des Schraffurpolygons den Befehl Ändern / Fassade / Form anhand Schraffur neu definieren, und klicken Sie anschliessend auf die Fassade. Die Fassadenbegrenzung wird entsprechend der Schraffurbegrenzung neu definiert. Löschen Sie die Schraffur und zeigen Sie die bearbeitete Fassade an.

 

Andere Möglichkeiten zur Bearbeitung von Fassaden in Schnitten + Ansichten:
Aktivieren Sie das Schraffurwerkzeug und zeichnen Sie eine beliebige Form auf der Fassadenoberfläche. Verwenden Sie Ändern / Fassade / Schraffur von Form abziehen oder Schraffur zur Form hinzufügen. Klicken Sie auf das Fassadenelement. Die Fassadenbegrenzung wird entsprechend vergrössert oder verkleinert.

Zusätzliche Fassadenbegrenzung hinzufügen:

Ausgangslage
Rand-Profil-Eingabemethode
Fassadenschema-Werkzeug
Neue Begrenzung zeichnen
Resultat

Eine einzelne Fassade kann mehrere Begrenzungen besitzen. Der Vorteil ist, dass Sie verschiedene separate Formen oder Schnitte innerhalb einer einzelnen Fassade erstellen und doch ein identisches Schema auf alle diese Formen und Schnitte anwenden können. Eine einzelne Fassade mit zwei separaten Teilen, aber einheitlichen Schemaeinstellungen. Zeichnen Sie dazu zuerst mit den üblichen Methoden eine senkrechte Fassade an einer der Öffnungen.

 

Aktivieren Sie die Fassade und wechseln Sie in den Modus Bearbeiten. Wählen Sie das Fassadenschema-Werkzeug und die Rand-Profil-Eingabemethode aus.

 

Klicken Sie jetzt auf das bestehende Fassadensegment, um die Basisebene zu übernehmen. Zeichnen Sie jetzt die neue Begrenzung.

 

Wenn Sie das Ergebnis anschliessend im 3D betrachten, sehen Sie, dass das Schema zwischen den beiden Fassadenteilen durchläuft.

Bearbeitung der Referenzlinie:

Referenzlinie auswählen
Referenzlinie bearbeiten

Wählen Sie zum Bearbeiten der Fassaden-Referenzlinie die Fassade aus und rufen Sie den Fassaden Bearbeitungsmodus auf. Beachten Sie, dass die Referenzlinie unten und vor der Fassade versetzt liegen kann. Klicken Sie auf die Referenzlinie, um sie auszuwählen.

 

Klicken Sie, um die Pet-Palette mit ihren Linienbearbeitungsbefehlen aufzurufen. Bearbeiten Sie die Referenzlinie nach Bedarf.

 

Durch die Bearbeitung der Referenzlinie wird die Form der Fassaden-Basisebene geändert. Rasterlinien, Begrenzung, Paneelen und Profile werden entsprechend geändert.

Fassadenprofile:

Zum Ändern aller Fassadenprofile einer Klasse in einem einzigen Arbeitsgang wählen Sie einfach die Fassade aus, öffnen Sie den entsprechenden Profiltyp Abschnitt der Fassadeneinstellungen und nehmen Sie die gewünschten Anpassungen vor. Wenn Sie auf OK klicken, um das Dialogfenster zu verlassen, werden alle zur bearbeiteten Klasse gehörenden Profile entsprechend geändert.

 

Profiltypen:

Wählen Sie den Profiltyp im Teilfenster der Fassadeneinstellungen Profiltyp und -geometrie. Entscheiden Sie sich je nach der erforderlichen Detailgenauigkeit für ein parametrisches GDL-Profil nach Industriestandard oder für einen vereinfachten integrierten Profil-Prototyp mit rechtwinkligem Querschnitt.

unsichtbar
allgemein
flächenbündig

Unsichtbares Profil

Das unsichtbare Profil existiert als ein Objekt, ist jedoch nicht sichtbar. Verwenden Sie dieses Profil, wenn zwei benachbarte Paneelen ohne ein Profil dazwischen angezeigt werden sollen. Unsichtbare Profile sind ebenfalls geeignet, wenn Sie das Modell nicht mit Profildetails überfrachten wollen, oder wenn andere Strukturen (z. B. Halterungen) als tragende Teile verwendet werden. Eine ununterbrochene Paneel-Oberfläche lässt sich erzielen, wenn bei d der Wert 0.00 eingegeben wird.

 

Allgemeines Profil

Das ist der häufigste Profiltyp. Ein integrierter rechteckiger Profiltyp mit einem rechteckigen Querschnitt. Von der Aussenseite der Fassade ist eine Art Kappe zu sehen.

 

Flächenbündiges Profil

Ein integriertes rechteckiges Profil, das als innere Stütze für Fassadenflächen mit stumpfem Stoß verwendet wird. Die Paneele werden an der Aussenseite dieses Profils so miteinander verbunden, dass das Profil an dieser Seite nicht sichtbar ist.

 

GDL-Profil

Im GDL-Profil lassen sich verschiedene selbsterstellte Profilteile zu einem Profil zusammenstellen.

Individuell Anpassen

Ein Profil individuell anpassen:

Wenn ein Profil im Bearbeitungsmodus ausgewählt wird, können Sie

  • die Profilauswahl-Einstellungen öffnen und verändern
  • das Profil verschieben, spiegeln, drehen oder multiplizieren
  • das Profil löschen

Wählen Sie die Profile aus, die bearbeitet werden sollen. Klicken Sie auf das Profil Werkzeug, um die Profilauswahl-Einstellungen aufzurufen.

 

Klicken Sie auf OK, um das Dialogfenster zu verlassen und die Änderungen auf die ausgewählten Profile anzuwenden.

Fassadenprofil-Werkzeug

Neue Profile zur Fassade hinzufügen:
Sie können einer bestehenden Fassade ein zusätzliches Profil hinzufügen. Ein solches Profil kann zwar vom Raster unabhängig sein, aber es muss so platziert werden, dass seine Endpunkte mit bestehenden Profilen zusammenfallen. Wenn das neue Profil individuelle Parameter verwenden soll, öffnen Sie die Seite der Profileinstellungen und passen Sie die Parameter nach Bedarf an. Zeichnen Sie jetzt ein neues Profil in der Fassade.

 

Wenn Sie ein neues Profil zeichnen, das eine bestehende Rasterlinie kreuzt, wird das Profil automatisch an der Stelle unterteilt, an der es die Linie kreuzt.

 

Zellenmuster kopieren
Zum Kopieren des Profilmusters einer beliebigen Zelle in eine andere Zelle, verwenden Sie den Befehl Extras / Fassade / Zellenmuster kopieren. Klicken Sie als nächstes in die Zelle, deren Profilmuster kopiert werden soll.

 

Klicken Sie zum Abschluss in die Zelle, in die das Profilmuster kopiert werden soll. Das Profilmuster wird dupliziert.

Verschneidungspriorität

Profil-Schnittmengen:
Wenn zwei Profile in einer Fassade aufeinander treffen, wird das Profil mit der höheren Priorität das andere schneiden. Profilprioritäten sind für jede Profilklasse in den Fassadeneinstellungen vordefiniert.

  • Randprofil: Priorität 15
  • Pfosten: Priorität 10
  • Riegel: Priorität 5

Diese Werte können auf der Ebene der Profilklassen nicht bearbeitet werden. Sie können jedoch die Verschneidungs-Priorität jedes beliebigen Profils ändern. Aktivieren Sie das Profil gehen Sie in die Profilauswahl-Einstellungen und stellen Sie den Regler auf den gewünschten Wert ein.

Erstellen eines gemeinsamen Profils für angrenzende Fassaden:
Wenn die Profile zweier angrenzender Fassaden zusammenfallen und sich überschneiden, verwenden Sie diesen Befehl, um die Überschneidung zu bereinigen. Eines der beiden überlappenden Profile wird in ein Eck-Profil umgeformt und das andere in ein unsichtbares Profil. Wählen Sie dazu beide Fassaden aus und verwenden Sie Ändern / Fassade / Verbindungsprofil erstellen .

Ecke vorher
Verbindungsprofil erstellen
Eckprofil nachher

Fassaden Paneele:

Die Eigenschaften der Paneel-Klassen Haupt- und Neben-Paneel (Typ, Material, Dicke) sind in den entsprechenden Dialogfenstern der Fassaden-Systemeinstellungen definiert. Wenn Sie eine Eigenschaft der Klassen Haupt- oder Neben Paneel für eine ausgewählte Fassade ändern, wird sich jedes Paneel dieser Klasse entsprechend den geänderten Einstellungen ändern.

 

Ein individuelles Paneel anpassen:
Wenn ein Paneel im Bearbeitungsmodus ausgewählt wird, können Sie

  • die Paneelauswahl-Einstellungen öffnen und verändern.
  • das Paneel löschen.
  • seine Parameter bearbeiten.
Fassadeneinstellungen
Paneeltypen

Wählen Sie die Paneelen aus, die bearbeitet werden sollen. Klicken Sie auf das Paneel-Werkzeug, um die Paneelauswahl-Einstellungen aufzurufen in denen Sie im Reiter Modell die Materialien definieren können.

 

Klicken Sie auf OK, um das Dialogfenster zu verlassen und die Änderungen auf die ausgewählten Paneele anzuwenden.

 

Platzieren eines Tür- oder Fensterpaneels:
Sie können ein GDL-basiertes Paneel platzieren, das sich wie ein Fenster oder eine Tür verhält. Einige dieser Paneele sind in ArchiCAD vordefiniert und in der Popup-Liste Typ im Abschnitt Paneel-Typ und -Geometrie aufgelistet.

Paneel auswählen
Paneel-Türe
Türe drehen
  • Wählen Sie die Fassade aus und wechseln Sie in den Modus Bearbeiten. Wählen Sie jetzt die Paneele aus, die durch ein Paneel aus den GDL-Typen ersetzt werden soll. Dies funktioniert nur bei rechteckigen Paneelen.
  • Im Infofenster wählen Sie eine der GDL-Paneele als Objekttyp. Das ausgewählte Paneel wird jetzt durch ein Paneel des Typs Tür ersetzt, welche Sie genau wie andere GDL-Türen öffnen und schliessen können.
  • Beachten Sie, dass dieses Paneel-Objekt des Typs Tür über einen bearbeitbaren Parameter Obere Richtung oben verfügt. Über diesen Parameter können Sie die Oberkante der Tür in 90-Grad-Schritten neu definieren, falls Sie später die Fassade frei drehen und die Oberkante der Tür ihre Position ändert.

Fassadenhalterungen:

Eine Fassadenhalterung ist eine optionales Element, um Paneelen miteinander zu verbinden und damit Profile zu ersetzen, was eine leichtere und übergangslose Struktur als die herkömmlichen Profillösungen ermöglicht.


In ArchiCAD ist eine Halterung ein GDL-Objekt. Alle ihre Geometrie- und Anzeigeattribute sind durch ihre GDL-Parameter festgelegt. Sie finden diese Parameter in der Parameterliste der Registerkarte Halterungs-Typ. Darüber hinaus können platzierte Halterungen an die gegenüber liegende Seite der Fassade gespiegelt werden.

Halterungen platzieren

Platzierung von Halterungen:
In ArchiCAD können Halterungen entweder einzeln oder automatisch an jedem Schnittpunkt platziert werden. Wählen Sie eine dieser Optionen im Abschnitt Element-Platzierung der Fassaden-Systemeinstellungen aus.

 

Wenn Sie an allen Rasterpunkten auswählen, werden Halterungen beim Erstellen der Fassade an jedem Rasterpunkt platziert. Andernfalls wird die Option Stück für Stück angewendet. Das bedeutet, dass Halterungen nicht automatisch, sondern mit dem Halterungswerkzeug im Fassaden-Bearbeitungsmodus manuell platziert werden.

Unsichtbare Fassadenhalterungen

Hinzufügen neuer Halterungen zur Fassade:
Rufen Sie zum Hinzufügen einer zusätzlichen Halterung zu einer bestehenden Fassade den Fassaden Bearbeitungsmodus auf. Halterungen können nur an den Enden von Rasterlinien platziert werden. Normalerweise platzieren Sie eine Halterung, um ein Profil zu ersetzen. Paneelen können in ArchiCAD nur mit Profilen verbunden sein. Wenn es keine Profile gibt, verschmelzen die Paneelen miteinander, sodass Halterungen nicht erforderlich und nicht zu positionieren sind. Wenn Sie daher ein Profil durch eine Halterung ersetzen wollen, wählen Sie zunächst die Profile an dem gewünschten Paneel-Halterungspunkt aus und schalten Sie diese auf den Typ Unsichtbar um. Verwenden Sie den Abschnitt Profiltyp- und -Geometrie der Profileinstellungen.

Klicken
Aussen definieren
  • Klicken Sie jetzt auf den Knotenpunkt in der Mitte der Paneele.
  • Klicken Sie, um festzulegen, auf welcher Seite der Fassade die Halterung platziert werden soll.
  • Die Halterung wird an dem Paneel-Verbindungsspunkt platziert, welcher Ihrer Klick-Position am nächsten liegt.

Durch Verschieben der Rasterlinien (und damit der sichtbaren und unsichtbaren Profile) wird die Halterung ebenfalls verschoben. Jedem Rasterpunkt kann nur eine Halterung hinzugefügt werden.

Fassadenhalterung spiegeln

Eine Halterung individuell anpassen
Wenn eine Halterung im Bearbeitungsmodus ausgewählt wird, können Sie:

  • die Halterungsauswahl-Einstellungen öffnen und verändern.
  • die Halterung an einen anderen Paneel-Verbindungspunkt ziehen.
  • die Halterung löschen.
  • die Halterung an der gegenüberliegenden Seite der Fassade spiegeln.

Fassaden-Zubehör:

Ein Fassaden-Zubehör ist ein optionales Bauteil, welches keine Last trägt (beispielsweise eine Sonnenblende, ein Dekorationselement oder ein Vordach) und das durch Profile mit der Fassade verbunden ist.

 

Zubehör-Platzierung
In ArchiCAD können Zubehörkomponenten nur einzeln mit dem Zubehörwerkzeug im Fassaden-Bearbeitungsmodus platziert werden. Es gibt keine automatische Methode zur Platzierung von Zubehör. In ARCHICAD ist eine Zubehörkomponente ein GDL-Objekt. Alle ihre Geometrie- und Anzeigeattribute sind durch ihre GDL-Parameter festgelegt.

Hinzufügen neuer Zubehörkomponenten zur Fassade
Rufen Sie zum Hinzufügen einer zusätzlichen Zubehörkomponente zu einer bestehenden Fassade den Fassaden Bearbeitungsmodus auf. Platzieren Sie jetzt eine neue Zubehörkomponente im Bearbeitungsmodus.

  • Klicken Sie auf ein Profil oder einen Profil-Endpunkt. Der Endpunkt, der Ihrer Klick-Position am nächsten liegt, wird als Ausgangspunkt der Zubehörkomponente verwendet.
  • Verschieben Sie den Cursor und klicken Sie auf den Endpunkt der Zubehörkomponente. Klicken Sie mit dem Augen-Cursor, um die Richtung der Zubehörkomponente festzulegen: ausserhalb oder innerhalb der Fassade.
  • Beim Verschieben von Rasterlinien oder Profilen wird auch die Zubehörkomponente verschoben.

Individuelles Zubehör anpassen
Wenn eine Zubehörkomponente im Bearbeitungsmodus ausgewählt wird, können Sie

  • die Zubehörauswahl-Einstellungen öffnen und verändern.
  • die Zubehörkomponente auf ein anderes Profil ziehen.
  • das Zubehör an der gegenüberliegenden Siete der Fassade spiegeln.
  • die Zubehörkomponente löschen

Eigene Komponenten sichern:

Eigene Komponenten sichern

Sie können für Abdeckungen, Paneele und Profile Eigene Komponenten sichern, welche Sie anschliessend im Fassadenwerkzeug zuweisen können. Zeichnen Sie dazu im Grundriss die Form der Komponente in der richtigen Grösse vor. Für Profile zeichnen Sie das Element im Grundriss vor. Verwenden Sie dazu ein 3D Werkzeug. Die Höhe des Elements, welches Sie vorzeichnen ist nicht relevant, da diese durch das Schema der Fassade definiert wird. Bei Paneelen ist der Nutzen der Eigenen Komponente eingeschränkt da Sie die Ansicht des Paneels vorzeichnen müssen, das Paneel seine Form in der Fassade jedoch durch das Schema erhält. Wenn Sie die Komponente erstellt haben wählen Sie im Menü Ablage / GDL Objekte / Auswahl sichern als... und anschiessend können Sie einen der drei Typen wählen:

  • Fassadenprofil... : Wird bei einem Fassadenprofil auf der Innenseite den Abschluss bilden.
  • Fassade Abdeckung... : Wird bei einem Fassadenprofil auf der Aussenseite den Abschluss bilden.
  • Fassaden-Paneel... : Kann als Paneel zwischen die Profile gesetzt werden.
Eigener Deckel wählen
Winkel einstellen

Um das selbst erstellte Fassadenelement nun zuzuweisen, wählen Sie im Fassadenwerkzeug den gewünschten Typ (Rand-Profil, Pfosten, Riegel, Haupt-Paneel oder Neben-Paneel).

 

Bei Paneele wählen Sie unter Paneel-Typ und -Geometrie den Typ Fassaden Eigenes Paneel aus. Unter dem Register Fassaden-Paneel-Einstellungen können Sie bei Name Paneel Ihren selbsterstellten Typen auswählen.

 

Bei den Profilen wählen Sie anschliessend unter Profil-Typ und -Geometrie den Profiltyp Modularprofil aus. Nun können Sie unter dem Register Fassaden-Profil-Einstellungen bei den Allgemeinen Einstellungen... beim Profiltyp / Eigenes Profil und / oder beim Abdeckungstyp / Eigene Abdeckung zuweisen. Unter Eigenes Profil bzw. Eigene Abdeckung wählen Sie anschliessend Ihren selbsterstellten Typen aus.

 

Anschliessend können Sie für Profile unter Fassaden-Profil-Einstellungen die Schnittfläche definieren, unter welchem Winkel die Profile an den Verbindungspunkten aufeinandertreffen. Stellen Sie dies zu Beginn ein, ist es die Standardeinstellung aller Profileverbindungen. Sie können jedoch jederzeit für einzelne Profile die Winkel verändern.

Wand mit Fassade verbinden:

Eine Fassade kann mit einer oder mehreren Wänden verbunden werden. Sobald die Verbindung hergestellt wurde, wird die Wand an die Fassade angepasst. Wenn Sie die Fassade verschieben oder frei drehen, wird die verbundene Wand entsprechend gestreckt.

Wände mit Fassade verbinden
(Rechtsklick)
Werteingabe
Paneel-Versatz | Nominale Stärke
  • Um eine Wand mit einer Fassade zu verbinden, aktivieren Sie die Wand/Wände und die Fassade. Sie können eine beliebige Anzahl von Wänden auswählen, aber nur eine Fassade. Verwenden Sie durch einen Rechtsklick den Befehl Verbinden / Wände mit Fassade verbinden... , oder über das Menü Ändern / Fassade / Wände mit Fassade verbinden... . Das Dialogfenster Wand mit Fassade verbinden wird eingeblendet.
  • Der Wert ausserhalb definiert den Punkt, an dem Wände von der Richtung ausserhalb der Fassade her mit dieser Fassade verbunden werden. Der Wert innerhalb definiert den Punkt, an dem Wände von der Richtung innerhalb der Fassade her mit dieser Fassade verbunden werden. Die Verbindungspunkte innerhalb und ausserhalb werden, wie im Dialogfenster Wand mit Fassade verbinden gezeigt, als Abstand zur Bezugsebene ausgedrückt. Wenn die verbundenen Wände an anderen Punkten enden sollen als an der nominalen Stärke der Fassade, klicken Sie auf individueller Versatz.
  • Um einen korrekten Versatz der verbundenen Wände gegenüber dieser Fassade zu erreichen, entspricht der Wert innerhalb dem Anteil des Paneel-Abstands (zur Referenzfläche) dieser nominalen Stärke (1). Der Wert ausserhalb ist die Länge, die von der nominalen Stärke übrig bleibt (2-1).
  • Klicken Sie auf Verbinden. Der Augen-Cursor erscheint. Klicken Sie, um festzulegen, welches Ende der Wand Sie mit der Fassade verbinden wollen. Wenn Sie den Cursor an eines der Enden der Wand verschieben, erscheint ein Doppelpfeil an der Wand, der darauf hinweist, dass dies das Ende ist, welches beim Klicken verbunden wird.

Die Verbindung von Wänden zu Fassaden lösen:

Um Verbindungen zwischen Wänden und Fassaden zu entfernen, gehen Sie folgendermassen vor: Wählen Sie eine beliebige Fassade, Wand oder eine Kombination dieser Elemente. Verwenden Sie den Befehl Ändern / Verbinden / Alle Verbindungen löschen. Alle Verbindungen der ausgewählten Wände und alle Verbindungen der ausgewählten Fassaden sind jetzt unterbrochen.

 

Um eine bestimmte Wandverbindung zu einer bestimmten Fassade zu unterbrechen, wählen Sie die verbundene Wand und die damit verbundene Fassade aus. Verwenden Sie den Befehl Ändern / Fassade / Verbindung abbrechen. Die Verbindung der Wand zu der ausgewählten Fassade ist unterbrochen. Ist die Wand auch mit einer anderen Fassade verbunden, die nicht ausgewählt war, so bleibt diese Verbindung erhalten. Dasselbe gilt für Fassaden.

 

Um die Verbindung zwischen einer bestimmten Fassade und aller damit verbundenen Wände zu unterbrechen, wählen Sie die Fassade aus und verwenden Sie den Befehl Ändern / Verbinden / Alle Verbindungen löschen, oder klicken Sie auf die Schaltfläche Verbindungen rückgängig machen im Abschnitt Modell in den Fassaden-Systemeinstellungen.

Verbindung lösen
Nominale Stärke
Auswirkung auf Raumfläche

Um die Verbindung zwischen einer bestimmten Wand und aller damit verbundenen Fassaden zu unterbrechen, wählen Sie die Wand aus und verwenden Sie den Befehl Ändern / Verbinden / Alle Verbindungen löschen, oder klicken Sie auf die Schaltfläche beim Element und lösen Sie die Verbundung wieder auf.


Fassaden und angrenzende Raumflächen
Angrenzende Räume erstrecken sich bis zur nominalen Stärke der Fassade, wie in dem Feld Nominale Stärke der Fassaden-Systemeinstellungen (Abschnitt Positionierung) definiert.

 

Wie mit den Wänden und Stützen haben Sie verschiedene Möglichkeiten zu definieren, wie die Fassaden, die sich in Raumflächen befinden, sind oder die als Raumflächenbegrenzung dienen, berücksichtigt werden sollen. Verwenden Sie das Popup-Fenster Auswirkung auf Raumflächen in den Fassadeneinstellungen um festzulegen, wie die Raumflächen berechnet werden sollen.

Splitten überlappender Fassaden:

Ausgangslage
Fassade splitten
Fassade gesplittet
Ergebnis

Eine Möglichkeit, zwei Fassaden exakt miteinander zu verbinden liegt darin, sie zu schneiden und anschliessend die überschüssigen Teile mit Ändern / Fassade / Fassade splitten zu entfernen. Dieser Befehl funktioniert nur beim Splitten von einer oder mehreren Fassaden mit einer anderen Fassade. Wählen Sie die erste Fassade aus. Wählen Sie den Befehl Ändern / Fassade / Fassade splitten aus oder den gleichen Befehl durch einen Rechtsklick im Kontextmenü.

 

Klicken Sie auf die andere Fassade. Der Augen-Cursor erscheint. Klicken Sie auf eine der Seiten der ersten Fassade um festzulegen, welcher Teil nach dem Splitten ausgewählt bleibt. Die gebogene Fassade wurde in zwei separate Fassaden gesplittet.

 

Jetzt können Sie die nicht benötigten Fassaden löschen und die verbleibenden Fassaden werden exakt miteinander verbunden. Wiederholen Sie den Prozess des Splittens, und löschen Sie anschliessend den vorstehenden Teil der zweiten Fassade.

 

In einem solchen Fall können sich die beiden angrenzenden Fassadenprofile überschneiden. Erstellen Sie zum Beheben dieses Problems ein gemeinsames Profil für beide.

Geneigte Fassade mit Seitenwänden verbinden:

Geneigte Fassade mit Seitenwänden verbinden
Wand mit Fassade verbinden
Augen-Cursor
Wände an Fassade angepasst

Zum Anpassen der Wände an die Fassade, damit die Enden der Wand parallel zur Fassade liegen, verwenden wir den Befehl Wände mit Fassade verbinden. Wählen Sie die Fassade sowie die Wände aus, mit denen Sie die Fassade verbinden möchten. Wählen Sie den Befehl Ändern / Fassade / Wände mit Fassade verbinden aus oder den gleichen Befehl mit einem Rechtsklick aus dem Kontextmenü Verbinden / Wände mit Fassade verbinden.

 

Das Dialogfenster Wand mit Fassade verbinden wird eingeblendet. Bei den Standard-Verbindungswerten wird davon ausgegangen, dass die Wände an der nominalen Stärke der Fassade verbunden werden sollen.

 

Klicken Sie anschliessend mit dem Augen-Cursor nahe am Ende der Wände. Dies ist das Wandende, mit dem die Fassade verbunden werden soll. Der temporäre Doppelpfeil hilft bei der Identifizierung des richtigen Ende der Wand.

Fassaden frei drehen:

Befehl wählen
Achse definieren
Winkel definieren

Sie können eine ausgewählte Fassade frei drehen. Die einfachste Möglichkeit ist die Auswahl der Fassade in 3D und die anschliessende Verwendung des Befehls Frei Drehen in der Pet-Palette. Der Befehl steht auch über Bearbeiten / Drehen oder den Tastenkürzel B.

  • Klicken Sie zunächst auf eine Fläche, damit Sie den Drehachse definieren können
  • Ziehen Sie den Cursor, um eine Linie als Rotationsachse zu definieren.
  • Klicken Sie anschliessend, um den Punkt zu definieren, von dem aus die Drehung begonnen werden soll.