skyline Development AG

Skyline-Inhaber Patrick Hüppi (rechts)
mit Gallus Gächter

skyline-Inhaber Patrick Hüppi denkt von A bis Z digital. Aus geografischen Gründen musste er sich vor ein paar Jahren zu einem CAD-Softwarewechsel entscheiden, nun kehrte skyline aus strategischen Überlegungen zu ArchiCAD zurück.

 

 

 

 

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Interview

Strategischer Softwarewechsel

Like 2 live, Winterthur-Seen

Das Domizil der Skyline Development AG (vormals rd2b limited) ist seit 1999 in der Skyline von Zürich, in einem umgebauten Lagerraum im Attikageschoss einer ehemaligen Telefonzentrale. Das Mobiliar besteht aus einem kunterbunten Mix von kostengünstigen Designklassikern, die ihre Wurzeln auf Ingvar Kamprads Hof Elmtaryd in Agunnaryd (Schweden) haben, und allerlei alten bzw. antiken Möbeln, von denen jedes eine Geschichte erzählt. Unter der Glasplatte des Beistelltischs blinzelt ein Gipsmodell hervor, es handelt sich um Patrick Hüppis ETH-Diplomarbeit aus dem Jahre 1995. Sein Büro gründete er ein Jahr später, zusammen mit Ehefrau Sandra. «Die Möbel mussten so wenig kosten wie möglich, nachdem wir beim Start sehr viel Geld in unsere IT-Infrastruktur investiert hatten. Also fragten wir in unserer Verwandtschaft herum…», erinnert sich Patrick Hüppi zurück und schmunzelt: «…natürlich wäre es die Idee gewesen, nach der Anfangsphase richtige Büromöbel zu kaufen. Aber mit der Zeit merkten wir, dass sich sowohl unsere Mitarbeitenden als auch unsere Kunden in dieser Umgebung, die wir je nach Bedürfnissen laufend umstellen, sehr wohl fühlen. Also liessen wir es so.»

«Von Hand» ist Fremdsprache

Zu Ablagezwecken braucht Patrick Hüppi ohnehin keine Möbel, er denkt seit einem Vierteljahrhundert in Gigabytes und Terabyte- Festplatten. Er gehört zur ersten ETH-Architektengeneration, die ab dem ersten Tag des ersten Semesters ausschliesslich mit dem Computer zeichnete – für jene Kommilitonen, die sich mit Kalkpapier und Tuschstift abmühten, hatte er darum nur ein müdes Lächeln übrig. Bei Professor Kramel sei das gewesen, auf einer Ur-Version von ArchiCAD, wirft Gallus Gächter ein – er durchlief fünf Jahre nach Hüppi denselben Ausbildungsweg und stieg noch vor seinem Diplomabschluss in Hüppis Büro ein. Seither bilden die beiden Computerpioniere von damals das IT-Rückgrat im Betrieb. Mit ArchiCAD als fast ständigen Begleiter – die Ausnahme bilden die Jahre 2011 bis 2013. «Aus Schnittstellen-Überlegungen wechselten wir zur Optimierung der Zusammenarbeit mit unserer Niederlassung in Sao Paolo einheitlich auf Vectorworks. Von den Brasilianern kannte kaum jemand ArchiCAD, darum mussten wir so entscheiden», erklärt Patrick Hüppi und macht keinen Hehl daraus, dass diese Weichenstellung gegen sein Herz gelaufen, aber so nötig gewesen sei. In dieser Phase hätten sie einen regelrechten Zweischichtenbetrieb über zwei Kontinente gehabt und damit Projekte in sehr hohem Tempo vorantreiben können. Nach der Schliessung der brasilianischen Niederlassung evaluierte das ITDuo Hüppi + Gächter die CAD-Frage neu, und Skyline kehrte zu ArchiCAD zurück: «Dieser Entscheid war sehr strategisch, wir haben klare Ziele, wie wir unser Büro auf der digitalen Ebene weiterentwickeln wollen. Und mit ArchiCAD, das hier alle sehr gut kennen, gelingt uns das eindeutig am besten. Intern sind wir mit dem BIMServer nun wieder auf dem Level, auf dem wir uns wohl fühlen.» Gächter erwähnt den klaren Systemaufbau, die logischen Strukturen im Modell, die intuitive Bedienung und die optimalen Einbindungsmöglichkeiten der Fachplaner. Hüppi spannt den Bogen noch etwas weiter und verweist auf die übrigen Projektstrukturen im Büro – deren Wurzeln reichen 20 Jahre zurück und tragen seine Handschrift: Er programmierte selber eine Projektinformations- Datenbank, die von der prinzipiellen Logik recht ähnlich strukturiert ist wie die Zeichenwelt von ArchiCAD. Mit dem Durchschnittlichen gibt sich Patrick Hüppi nicht zufrieden, der frühere NLA-Handballer setzt sich hohe Ziele und kann sich extrem ins Zeug legen, um sie zu erreichen. Und er probiert, wie damals im Spitzensport, stets neue Spielzüge aus. So testet er im Büro mit Gallus Gächter immer wieder mal Game-Schnittstellen, neue Spielkonsolen oder revolutionäre Projektionsformen – stets mit dem Hintergedanken, diese Technologien für ihre Architektur-Arbeiten nutzen zu können, also z.B. Projekte über solche Hilfsmittel in eine digitale Landschaft einbinden und sich mit Bauherren oder im Team darin herumbewegen zu können. «Ich finde die virtuelle Realität für Präsentationstechniken sehr spannend. Mit den BIM-Export Möglichkeiten ist ArchiCAD schon sehr weit, und wir können mit den heutigen Bauherren gut interagieren», stellt Patrick Hüppi fest und blickt in die Zukunft: «Aber ich bin in meinen Gedanken immer schon einen Schritt weiter und überlege mir, was der nächste Entwicklungsschritt sein könnte.»

 

Roland Eggspühler, medienschaffender Architekt ETH SIA

Informationen

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